13. Juli 2026

Zwischen Bachflohkrebsen und Strukturgüte

Im Zuge unserer Projektwoche nahm der gesamte achte Jahrgang am Projekt „Wasser“ teil, zu dem neben einem Ausflug zum Wasserwerk, chemischen Untersuchungen und der Betrachtung von Wasser als Menschenrecht auch eine Gewässeruntersuchung an unserer Motel gehörte. Aber da aller Anfang schwer ist, mussten wir uns erst einmal an die Aufgabe als echte Naturforscher gewöhnen. Zum Glück standen uns die Biologielehrer/-innen mit Rat und Tat zur Seite, und ich denke, sie hatten dabei genauso viel Spaß wie wir.

Von Montag bis Donnerstag fingen wir Fische, maßen Fließgeschwindigkeiten und bestimmten die eine oder andere Pflanzenart. Was sich im ersten Moment nicht sehr spannend anhört, war für uns zugegebenermaßen das Lustigste und Interessanteste der ganzen Woche und teilweise auch sehr abenteuerlich. Während die Einen also Wassertemperatur und Sichttiefe maßen, beschäftigten sich die Anderen mit Fließgeschwindigkeiten und der natürlichen Vegetation. Wir lernten bei den verschiedenen Messungen viel dazu: Zum Beispiel, was Strukturgüte eigentlich ist und wie man die Fließgeschwindigkeit misst. Es machte wirklich Freude, selbstständig zu arbeiten und neue, sehr spezielle Tierarten kennenzulernen, von denen wir vorher noch nie etwas hörten. Oder wisst ihr, was ein Bachflohkrebs ist?

Die Zeit an der Motel machte uns einfach riesigen Spaß. Auch wenn wir die Lehrer mit unseren wagemutigen Fischfang-Versuchen wahrscheinlich das eine oder andere Mal an den Rand eines Herzstillstands brachten, war es eine unvergessliche Erfahrung. Wir lernten nicht nur, wie man wissenschaftlich arbeitet, sondern auch, wie wichtig es ist, unsere Gewässer zu schützen. Die Kombination aus Theorie und der praktischen Arbeit direkt im und am Wasser zeigte uns, dass Biologie weit mehr ist als nur trockener Stoff aus dem Lehrbuch. Wir wuchsen als Stufe enger zusammen und merkten, dass man gemeinsam viel erreichen kann – selbst wenn man dabei fast im Bach landet! Insgesamt war diese Projektwoche ein voller Erfolg, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wir freuen uns schon für den nächsten Jahrgang, wenn es wieder heißt: „Auf zur Motel!‘‘.

 

Text und Fotos: Luise Knoch, Emy Paggel, Alissa Mahlke

Ein Kommentar zu “Zwischen Bachflohkrebsen und Strukturgüte”

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